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"Es begann mit einer Lüge", von Jo Angerer und Mathias Werth für den WDR gefertigt und am Donnerstag in der ARD ausgestrahlt, brachte. März Im italienischen Piacenza starten deutsche Kampfjets gegen Jugoslawien. Es ist der erste Kriegseinsatz deutscher Soldaten. In der Sendung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zum Kosovokrieg wurde Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) vorgeworfen. Directed by Mathias Werth. Documentary about the Nato bombing of Yugoslavia in , which started based on false report of German defense ministry Rudolf. Journalisten und Friedensbewegung trafen sich zum Medienkongress in Münster​. "Vom Fernsehbild zum Feindbild?", fragte die.

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Lord Dufferin, der, noch minorenn, seinem Vater im Titel folgte, begann seine Abwesenheit des Oberschwindlers, des eigentlichen Vaters der LГјge, des. der in der NГ¤he der TГјr begann und bis knapp zum groГџen Fenster reichte, erwies sich als eine allerdings verzeihliche LГјge, die nur den Zweck gehabt. Vor 20 Jahren, am März , flogen NATO-Bomber die ersten Angriffe gegen Serbien. Erinnern wir uns: Zu diesem Zeitpunkt waren die.

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Es Begann Mit Einer LГјge Der NATO-Krieg um den Kosovo mahnt: Es begann mit einer Lüge und endete mit Zerstörung und Tod

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Erich Rathfelder hat in der taz anfangs August behauptet, Serben hätten in Orahovac ein Massaker angerichtet und dabei Menschen ermordet, davon Kinder.

Was für eine Horrormeldung! Wer würde da nicht empört Konsequenzen fordern. Das Problem war nur, dass die Nachricht nicht stimmte.

Dafür hat Rathfelder auch eine Rüge des österreichischen Presserates erhalten. Das besonders Perfide an der Orahovac-Geschichte war, dass kurz zuvor in Klecka, Glodjane und Ratis Massengräber mit insgesamt 47 ermordeten Serben gefunden worden waren, was prozentuell hochgerechnet auf die ethnische Verteilung fast der erfundenen Rathfelder-Zahl entspricht.

Dort wurde nicht nur auf der Titelseite darüber berichtet, man übernahm auch unkritisch die bis heute nicht verifizierte These, dass es sich um ein Massaker handele.

Über Massaker wurde also nur berichtet, wenn es sich um serbische Täter und albanische Opfer handelte? Warum diese Einseitigkeit? Das hat mit der schon erwähnten transatlantischen Ausrichtung der Berichterstattung zu tun.

Von einem Bürgerkrieg mit Verbrechen auf beiden Seiten wollten viele deutsche Medien lange nicht viel wissen. April den Medien einen angeblichen serbischen Plan, nach dem alle Albaner in einer hufeisenförmigen Operation aus dem Kosovo vertrieben werden sollten.

Ja, die gab es, die sind belegt und weder zu relativieren noch gar in irgendeiner Weise zu entschuldigen. Und Scharping hat etwas behauptet, wofür bis heute keine Beweise vorliegen.

In Deutschland aber hat die Propagandalüge sogar bis ins Feuilleton hineingewirkt: Über die Hälfte aller Beiträge von Kriegsbefürwortern in allen fünf von mir untersuchten Zeitungen stammen aus der Zeit zwischen 8.

April und Haben deutsche Medien nach Kriegsende denn jemals auf diese Einseitigkeit reagiert?

Oder ging man einfach zur Tagesordnung über? Es gab einiges an Reflexion auf Journalistentagungen und vereinzelt wurde darüber auch berichtet.

Aber eine weitreichende Aufarbeitung der teilweise strukturell und ideologisch bedingten Mängel in der Kosovo-Berichterstattung fehlt bis heute.

Mouillard etwa gab zu, durchaus manche Falschmeldung der Militärs übernommen zu haben. Man habe sich aber bereits nach wenigen Tagen von der Wortwahl distanziert — vom Inhalt sagte Mouillard jedoch nichts.

Bei diesen dreien handelt es sich aber doch um Einzelfälle — oder täuscht dieser Eindruck? Er täuscht, das sind keineswegs Einzelfälle.

Kritik an der journalistischen Arbeitsweise kam von vielen Seiten, zum Beispiel auch von Hermann Meyn, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes.

Völlig zu Recht wies sie darauf hin, dass während des Luftkrieges Aussagen von Flüchtlingen vielfach wie Tatsachen behandelt worden seien und erinnerte daran, dass jede Information mindestens zwei unterschiedliche Quellen haben muss.

Aber auch Ingolf-Wolfram Erler, Leiter der Auslandredaktion beim Südwestfunk, räumte Versäumnisse in der Kosovo-Berichterstattung ein, indem er auf die verschärften Arbeitsbedingungen des Journalismus hinwies, unter denen die Qualität leide.

Letzteres sollte offensichtlich sein, wurde jedoch von vielen Kriegsbefürwortern ausgeblendet. Doch auch die behaupteten humanitären Motive waren nicht zutreffend.

Später hat Clark den wahren Grund für das Eingreifen genannt, indem er zugab, dass der Angriff ein entscheidender Präzedenzfall für das Geburtstag des Bündnisses umgesetzt worden.

Dazu haben auch Massenmedien ihren Beitrag geliefert, indem sie einerseits eine transatlantische Richtung verfolgten und dazu das negative Jugoslawien-Bild der frühen er unkritisch reproduzierten, wobei sie einfach Bosnier als Opfer durch Albaner ersetzten.

Als Kollateralschäden sind im Völkerrecht nämlich nur Dinge definiert, nicht Menschen, zum Beispiel, wenn eine Kaserne bombardiert wird und dabei unbeabsichtigt die Fenster des gegenüberliegenden Kaufhauses kaputt gehen.

Ging es also um eine gezielte Manipulation zuallererst der Intellektuellen durch ebensolche? Ich denke schon. Schaut man sich die Essays im Feuilleton und die Interviews an, die ich in meiner Studie analysiert habe, so waren beispielsweise in der FAZ 58 Prozent der Geisteseliten für den Angriff, 32 Prozent dagegen und 10 Prozent unentschlossen.

Im Spiegel lag die Verteilung bei 55 Prozent pro, 20 Prozent contra und 25 Prozent skeptisch, in der Süddeutschen bei 46 Prozent pro, 42 Prozent contra und 12 Prozent skeptisch.

In der Zeit herrschte mit 36 Prozent pro, 32 Prozent contra und 32 Prozent Skeptikern eine ausgeglichene, wenngleich keinesfalls ausgewogene Verteilung der Meinungen vor.

Nein, das stimmte eben nicht. Ich habe dann nämlich zusätzlich zur Auswertung der Feuilletondebatte noch alle Meldungen in der jeweiligen Zeitung gezählt, in welchen Intellektuelle und ihre Meinung zum Krieg nur erwähnt wurden.

Und da sieht die Verteilung dann so aus, dass nur 31 Prozent der deutschen und internationalen Intellektuellen, die innerhalb von FAZ, Süddeutsche, Zeit, Spiegel und taz erwähnt wurden, für den Luftkrieg, 55 Prozent aber dagegen waren.

Die Skeptiker lagen bei 14 Prozent. Interventionsbefürworter waren also deutlich überrepräsentiert, während Kriegsgegner in den Feuilletons weit weniger zu Wort kamen?

Ganz genau. Einzig die taz wurde der tatsächlichen Meinungsverteilung annähernd gerecht, indem sie 31 Prozent Pro-Stimmen, 59,5 Prozent contra und 9,5 Prozent Skeptiker abdruckte.

Und wie genau fand das statt? Naja, damals war die Analyse von Uwe Krüger noch nicht entstanden. Heute kann man rückblickend sagen, dass es ziemlich wahrscheinlich jene Alpha-Journalisten und Herausgeber waren, die fest in den transatlantischen Think-Tanks verwurzelt sind, die Krüger in seiner Netzwerkanalyse beschrieben hat.

Die meisten waren ja schon in den er Jahren in diesem Umfeld tätig. Diese Argumentation hat sich bis heute tief ins Mark, insbesondere der Grünen, aber auch anderer Friedensbewegter, eingeschrieben.

Ist es so etwas, mit dem wir manipuliert wurden und werden? Ja, das kann man so sagen. Die Fakten zeigen, dass von einem solchen Vergleich nicht die Rede sein konnte.

Kofi Annan hat sich auf westliche Quellen bezogen, als er von einem Bürgerkrieg sprach, für den beide Seiten verantwortlich seien.

Aber auch Schröder, Fischer und Scharping wussten, dass Kosovo nichts mit dem Holocaust zu tun hatte. Das geht aus den Lageberichten hervor, welche von den deutschen Nachrichtenoffizieren erstellt wurden.

Nichts erfährt man von den Kosovo-Albanern, die Monate vor dem Krieg geflüchtet waren - man konnte sie in den Lagern und Heimen in Albanien besuchen, neben den bei Kriegsausbruch Geflohenen.

Wo hier "Zwischen Legalität und Legitimität" interveniert wurde, wurde weltpolitisch neuer Boden betreten.

Bei diesem Versuch demokratischer Staaten, Solidarität zu zeigen, ist vieles aus dem Ruder gelaufen.

Da sind die Phantasmen zu lesen, die der klaren Beurteilung der Fakten im Wege standen und stehen. Jedes Nato-Land hatte aufgrund seiner eigenen Traumata seinen je eigenen Kosovokrieg.

Dass die deutsche Rhetorik die unangemessenste war, verwundert nicht. Und kaum eine Nation hatte sich vor der Eskalation des Konflikts mit der unscheinbaren Provinz Kosovo befasst.

Interessant ist diese Dokumentation als weiteres Symptom im Feld der Phantasmen. Als eine Art nachträglicher Gegenpropaganda klärt sie nicht wirklich auf, sie verzerrt einmal mehr.

2 comments

  1. Ich meine, dass Sie den Fehler zulassen. Ich kann die Position verteidigen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden besprechen.

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